Portoerhöhung bei der Deutschen Post AG

Kosten für einen Standardbrief steigen auf 80 Cent. Erhebliche Einsparungen mit e-Rechnungen.

Hohe Portokosten

Schon immer war es teuer, seine Dokumente per Brief zu versenden

Am 21. September 1847 verschickte eine gewisse Lady Gomm, die Ehefrau des Gouverneurs von der damaligen britischen Kolonie Mauritius, Einladungen für ihren Kostümball an ihre Gäste. Frankiert waren die Briefe mit der Roten Mauritius. Es waren die ersten Exemplare dieser legendären Postwertzeichen. Die Rote Mauritius hatte den Wert „one pence“ und war für den inländischen Briefverkehr gedacht. Die weitaus berühmtere Blaue Mauritius hatte den Wert „two pence“ und war für Übersee. Heute ist sie das Synonym für eine seltene und wertvolle Briefmarke.
 
Bereits damals war es sehr teuer, seine Dokumente per Brief zu versenden. Das hat sich bis heute nicht geändert. Die Gebühren für einen Standardbrief lagen bis vor kurzem noch bei 70 Cent und verursachten bereits hohe Portokosten bei den Unternehmen.

Und es wird noch teurer

Bereits im vergangen Jahr hatte die Deutsche Post AG angekündigt, eine Portoerhöhung von über 10% durchzusetzen

Dem muss die Bundesnetzagentur noch zustimmen. Ein endgültiger Beschluss der Behörde wird in den nächsten Tagen erwartet. Ein Standardbrief wird dann 80 Cent kosten.
 
Die Portoerhöhung wird vor allem die Geschäftskunden treffen
Geschäftskunden sind hauptsächlich davon betroffen, da sie mit einem geschätzten Anteil von ca. 90% zu den größten Versendern in Deutschland gehören. Der Anteil an privat verschickten Sendungen liegt bei nur ca. 10%.

 

Senken Sie Ihre Portokosten
Anders als bei Lady Gomm haben wir heute die Möglichkeit, Daten und Informationen elektronisch zu übermitteln. So lassen sich Rechnungen beispielsweise elektronisch viel günstiger verschicken. Die Transaktionskosten liegen bei einem Bruchteil von dem, was das normale Briefporto verursacht. Und weitere Vorteile liegen auf der Hand: Der elektronische Rechnungsversand ist schnell, sicher und kann direkt in die IT-Prozesse der Unternehmen eingebunden werden. Somit lassen sich auch die Kosten reduzieren, die indirekt bei dem herkömmlichen Rechnungsversand verbunden sind.

Elektronische Rechnung wird Pflicht

Und mehr noch. Die elektronische Rechnung hat nicht nur Vorteile; sie wird sogar Pflicht!
Ab dem 27. November 2020 dürfen Auftragnehmer des Bundes, abgesehen von wenigen Ausnahmen, nur noch E-Rechnungen im vorgegebenen Format „XRechnung“ einreichen. Lesen Sie dazu auch unseren Beitrag zum E-Rechnungsgesetz
 
Kosten reduzieren
Im Durchschnitt kostet eine Papierrechnung den Lieferanten 11,10 € und den Kunden 17,60€.
Sämtliche Arbeitsschritte wie Druck, Kuvertierung, Versand, Erfassung, Zahlung, Zahlungsabgleich, Cash Management und Archivierung fließen in die Berechnung mit ein. Ein Umstieg auf  E-Rechnungen verringert diese Kosten auf nur noch 4,50€ bzw. 6,40€ - das sind etwa 60% Ersparnis.